DAS NEUE STAATSTHEATER

Ein STAATSTHEATER für die Zukunft

Mit der Sanierung und dem Neubau erhalten die Bürger und Kulturinteressierten der Stadt Karlsruhe ein NEUES STAATSTHEATER, das als zeitgemäße Kulturstätte sowohl künstlerischen Ansprüchen wie technischen Forderungen entspricht.

Mit der Perspektive einer grundlegenden Sanierung und Erweiterungsbauten muss die Entwicklung der nächsten Jahrzehnte antizipiert werden. Dabei ist das Theater in seiner gesellschaftlichen Rolle zu reflektieren. Wie bleibt es Teil unserer Alltagskultur? Welche Aufgaben, welche Entwicklungen kommen auf das Theater in den nächsten Jahren zu?

Das Gebäude entwickelt sich von einem ausschließlich abends geöffneten Ort für Hochkultur hin zu einem ganztägig offenen Kulturzentrum. Kulturell genutzte Flächen in Stadtzentren sind kostbarer Raum.
In einem urbanen Umfeld, das zunehmend von starken visuellen Eindrücken geprägt wird, muss ein Theater klar kenntlich als Institution/Marke identifizierbar sein und aktiv über sein Inneres informieren. Das Gebäude sollte auf möglichst große Entfernung sagen:„Hier ist ein Theater – und das bieten wir heute, morgen und übermorgen an.“
Dabei sollte es so attraktiv sein, dass jeder angezogen wird. Theater als gestalteter Stadtraum und auch als überregionale architektonische Attraktion. Wer da ist, erfährt aus der Nähe mehr Details und wird letztlich hineingezogen – ganztägig.
Die Foyers sollen von morgens bis in die Nacht geöffnet sein und genutzt werden. Dafür braucht es Binnenräume, die vielfältige Verwendungen und Angebote ermöglichen und auf diese Weise umfassender als „nur“ zum Theater einladen. Wechselnde Ausstellungen, ein Café, ein Restaurant, Sitzmöglichkeiten, die keinen Konsum voraussetzen, und WLAN sollen einladen, das Foyer als Aufenthalts- und Arbeitsort anzunehmen.
In einer Zeit, in der Theater nicht mehr zur selbstverständlichen Freizeitbeschäftigung einer Gesellschaft gehört, sondern in der verschiedenste gesellschaftliche Gruppen immer wieder neu dafür begeistert werden müssen, hat es die Aufgabe, nicht nur physisch barrierefrei zu sein.
Wichtig ist auch die Transparenz der Theaterarbeit in der Entstehung. Die Beteiligung der Bürger am Theaterprozess, dem Selbst-kreativ-Werden kommt eine immer größere Bedeutung zu. Wo immer möglich, sollte die Arbeit sichtbar sein. Aus dem Straßenraum und eventuell den Foyers einsehbare Werkstätten, Proberäume, Übezimmer und Büros machen den Prozess Theater als Kunst im ständigen Fluss sichtbar und wecken die Lust, den entstehenden Prototyp – die Premiere – als Ergebnis zu erleben.

Das Ziel der Erweiterung und Sanierung des Bätzner-Baus ist ein umfassend „offenes Theater“, welches sich den gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen initiativ, ideenreich und flexibel stellt und umfassende Visionen für zukünftige Nutzungen entwickelt.
Sanierung und Neubau: Beide kommen gerade zur richtigen Zeit, in der sich die Stadt Karlsruhe „neu erfindet“, Fuß- und Fahrwege anders geordnet werden und das Theater am Ettlinger Tor dichter an das Zentrum heranrückt. Die Stadt bekommt ein neues Gesicht und das Theater auch.
Wir freuen uns gemeinsam mit Ihnen auf das NEUE STAATSTHEATER!